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Gefragt nach den besten Tabaken der alten Tage, mögen die Antworten jener grauen
Eminenzen der Cigarrenbranche, die nahezu alles wissen, so manchen erstaunen.
Die Herkunftsbezeichnung »Nicaragua« fällt überraschend oft.
Aber so überraschend ist das nicht, kamen doch seit jeher – ausgenommen
in den Zeiten des Bürgerkriegs und der blutigen Auseinandersetzungen zwischen
Sandinisten und Contras – aus dem südlichsten Tabakanbaugebiet Mittelamerikas
hervorragende Deckblätter sowie feinster Stoff für Umblatt und Einlage. Die
Jalapa-Ebene und das Estelí-Tal sind die »Lieferanten« jenes Rohstoffs, aus
dem dann die Cigarrenmacher vor Ort, unter ihnen etliche Exil-Kubaner, nicht
wenige süßlich-würzige Tabakträume entstehen lassen, die mittlerweile zahlreiche
Connaisseure für sich einnehmen, nicht zuletzt wegen ihres attraktiven Kaufpreises.
Ob der Genuß ebenfalls im Bereich der Attraktivität angesiedelt ist, wird
sich auf den nächsten Seiten anhand von acht rauchigen Beispielen nachvollziehen
lassen …
Die eingehende Nicaragua-Degustation fand am 16. Mai 2006 im etablierten
Restaurant ›Chateau 105‹ in Berlin-Grünau statt, für die Mitinhaber und Sommelier
René Bevermann die Cigarrenlounge des Restaurants zur Verfügung gestellt
hatte. |